Für wen diese Seite gedacht ist
Therapeutinnen, Therapeuten und Coaches vor oder kurz nach der Selbstständigkeit
Diese Seite konzentriert sich auf Gründungspunkte, die später in der Praxissoftware sichtbar werden. Rechtsform, AHV, MWST und Bewilligungen bleiben Voraussetzungen; AHV-Status und MWST-Pflicht werden ausserhalb der Software mit den zuständigen Stellen geklärt.
Die Reihenfolge ist praktisch: zuerst fachliche, rechtliche und finanzielle Grundlagen klären, dann Online-Buchung, Patientendaten, Rechnungsstellung und Zahlungsprozess darauf aufbauen.
Was vor der Software-Einrichtung feststehen muss
Für die Einrichtung braucht die Praxis einen klaren Namen, Rechnungsadresse, Standort oder Standorte, Bankkonto, Rollen im Team, Leistungsangebot und die Entscheidung, welche Tarife oder individuellen Leistungen verwendet werden.
Die AHV-Ausgleichskasse beurteilt Selbstständigkeit im Einzelfall anhand der wirtschaftlichen Verhältnisse. Die MWST-Pflicht, Umsatzlimiten und allfällige Ausnahmen werden mit ESTV oder Treuhand geklärt. Diese Entscheide beeinflussen Rechnungstexte, Absenderdaten, Rollen, Zugriffe und spätere Auswertungen.
Bewilligungen, Anerkennung und Register
KMU.admin weist darauf hin, dass nur bestimmte Berufe oder kantonal geregelte Tätigkeiten besondere Bewilligungen benötigen. Im Gesundheits- und Therapiebereich ist genau diese Prüfung zentral.
Für die spätere Abrechnung können ZSR-Nummer, Tarif 590, EMR, ASCA oder NVS/SPAK ins Spiel kommen. Diese Angaben gehören vor der ersten Patientenrechnung in Praxisdaten, Rechnungsvorlagen und Patienteninformation.
Termine, Dossiers, Rechnungen und Datenschutz
Die Praxissoftware wird vor dem Start eingerichtet, nicht erst, wenn Rechnungen und Dossiers bereits verteilt in Tabellen, E-Mails und PDFs liegen. Patientendaten, Termine, Leistungen, Rechnungen, QR-Zahlungen und Dokumente gehören in einen nachvollziehbaren Ablauf.
Datenschutz gehört zum Grundsetup. Zugriffsrechte, sichere Ablage, Exportmöglichkeiten, Aufbewahrung, Backups und klare Rollen werden vor dem produktiven Betrieb definiert.
Start-Checkliste für die Praxis
- Praxisname, Rechnungsadresse, Standorte und Bankkonto festlegen.
- Berufs- und kantonale Bewilligungspflichten prüfen.
- Rechtsform, AHV-Status sowie MWST-Pflicht und Ausnahmen mit offizieller Stelle oder Treuhand klären.
- Leistungen, Tarife, ZSR, EMR, ASCA, NVS/SPAK oder andere Anerkennungen prüfen.
- Online-Buchung, Patientendossier, QR-Rechnung und Zahlungsprozess einrichten.
- Datenschutz, Dossierführung, Rollen und Softwarezugriffe definieren.
- Testpatient, Testtermin, Testleistung und Testrechnung vor Eröffnung durchspielen.
Typische Fehler
- Website und Online-Buchung starten, bevor Bewilligungen und Registerfragen geklärt sind.
- Praxissoftware erst einrichten, wenn die ersten Dossiers und Rechnungen bereits verteilt sind.
- Patientendaten zuerst in provisorischen Dateien sammeln und später migrieren wollen.
- Rechnungsprozess erst testen, wenn die ersten Behandlungen abgeschlossen sind.
Fragen aus der Praxis
Was muss vor der Software-Einrichtung feststehen?
Mindestens Praxisname, Adresse, Standorte, Bankkonto, Leistungsangebot, Tarife oder individuelle Leistungen, Rollen und Zugriffsrechte. Rechtliche und steuerliche Fragen werden mit den zuständigen Stellen geklärt.
Kann ich später aus Tabellen und PDF-Ordnern wechseln?
Ja, aber der Wechsel ist fehleranfälliger als ein Start mit definierten Abläufen. Besonders Patientendaten, offene Rechnungen, Dokumente und Zahlungshistorie brauchen dann zusätzliche Kontrolle.
Welche Anerkennung brauche ich zuerst?
Das hängt von Methode, Beruf, Kanton und Versicherungsziel ab. Für komplementärmedizinische Leistungen gehören EMR, ASCA, NVS/SPAK, ZSR und Tarif 590 früh zusammen geprüft.
Praxisstart in PRAXSYS vorbereiten
In PRAXSYS lassen sich Termine, Patientendaten, Rechnungen und Praxisadministration von Beginn an zusammenführen.
Praxissoftware für Therapiepraxen ansehenVerwandte Themen
Identifikation
ZSR-Nummer
Die ZSR-Nummer identifiziert medizinische Leistungserbringer im Zahlstellenregister. Für Abrechnung und Versichererkommunikation muss sie exakt zur Praxis, Tätigkeit und Situation passen.
Abrechnung
Tarif 590
Tarif 590 standardisiert ambulante komplementärmedizinische Leistungen in der Zusatzversicherung. Anerkennung, Vergütung und Praxisbewilligung bleiben separate Themen.
Anerkennung
EMR
EMR ist ein Qualitätslabel und Verzeichnis für Erfahrungsmedizin. Es hilft Patientinnen, Patienten und Versicherern bei der Orientierung, ersetzt aber keine korrekte Rechnung.
Anerkennung
ASCA
ASCA ist ein Qualitätslabel für Komplementärmedizin. Für Praxen zählt, Anerkennung, Weiterbildung, Methode und Rechnungsstellung getrennt zu führen.
Verband und Qualität
NVS / SPAK
NVS ist ein Berufsverband für Naturheilkunde und Komplementärtherapie; SPAK ist das Qualitätslabel im NVS-Umfeld. Für die Praxis müssen Mitgliedschaft, Label und Rechnungsdaten getrennt verstanden werden.
Zahlungsverkehr
QR-Rechnung
Die QR-Rechnung verbindet lesbare Zahlungsdaten mit dem Swiss QR Code. Für Praxen wird sie erst dann zuverlässig, wenn Stammdaten, Rechnungen und Zahlungskontrolle zusammenpassen.
Quellen und weiterführende Links
Stand, Zuständigkeit und Details können sich ändern. Für verbindliche Auskünfte gelten die Angaben der zuständigen Behörden, Registerstellen, Versicherer, Verbände und Fachpersonen.